Wir Enten fliegen auf altes Brot: Wenn Zweibeiner ans Ufer kommen und uns welches zuwerfen, quakt sich das am See schnell herum. Nur meine Entenfreundin Agnes hält sich zurück – und versucht, auch die anderen Vögel dazu zu bringen. „Stopp, fresst das nicht!“, schnattert sie dann und flattert warnend mit den Flügeln. „Brot ist für uns Wasservögel nicht gesund.“ Leider bringt das meist wenig – die anderen Vögel wollen sich nichts schnattern lassen. Solange sie nur hin und wieder ein paar Brocken erwischen und das Brot nicht verschimmelt ist, bleibt das zum Glück meistens folgenlos. „Gesund ist es trotzdem nicht“, quakte Agnes. „Im Brot ist viel zu viel Salz.“ Ente Klara wollte das nicht glauben. „Das stimmt nicht“, quakte sie. „Brot schmeckt süß.“ Neulich hat sie nämlich das letzte Stückchen ergattert. „Da ich erkannte, dass es eh nichts mehr gibt, wollte ich dieses Stück möglichst lang genießen“, quakte sie – und stellte nach einiger Zeit fest, dass das Brot jetzt süß schmeckt. „Im Speichel stecken Enzyme“, quakte Agnes. Diese Eiweiße zerlegen die Stärke, die im Brot enthalten ist, in ihre Bausteine – und das sind eben Zucker. Weil das etwas dauert, schmeckt man das erst, wenn man lang kaut. Glaubt ihr nicht? Dann probiert es doch mal selbst aus! Eure Paula