Haftstrafen für Kokain-Bergungstrupp

von Redaktion

Nach Drogen-Schmuggel in Bananenkisten: Fünf Helfer müssen ins Gefängnis

Landshut – Es war einer der größten Rauschgift-Coups der deutschen Kriminalgeschichte, nun sind fünf beteiligte Männer aus Albanien zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Masche: Über den Seeweg wurde in Bananenkisten verstecktes Kokain aus Ecuador nach Deutschland geschmuggelt und in Reifelager weitergeliefert. In diese Lager brachen sogenannte „Bergungsteams“ ein, um wieder an das Kokain zu gelangen.

Nachdem Kisten mit Kokain allerdings an Supermärkte ausgeliefert wurden, nahm die Polizei im April 2018 schließlich 13 Männer fest, die an diesen Einbrüchen beteiligt waren. Fünf von ihnen, im Alter von 26 bis 43 Jahren, wurden gestern in Landshut wegen Beihilfe zum Drogenhandel verurteilt. Drei der Männer sollen nach dem Willen des Gerichts für acht Jahre und vier Monate in Haft, einer für fünf Jahre und vier Monate. Der fünfte, der die Taten als einziger bereits bei seiner Festnahme gestanden hatte, für vier Jahre und zwei Monate. Er wurde während der Verhandlung von seinen Landsleuten geschnitten. Die Mitangeklagten nahmen die Urteile in bester Laune und feixend zur Kenntnis. Denn die Zugehörigkeit zu einer international agierenden Bande konnte keinem von ihnen nachgewiesen werden. ötl

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