„Der Ort ist immens gewachsen“

von Redaktion

MEIN DORF Christiane Kettinger, 75, aus Haimhausen

Jede Woche beantwortet ein Oberbayer Fragen rund um seine Heimat. Christiane Kettinger, 75, aus Haimhausen im Kreis Dachau ist bekannt für ihre ehrenamtliche Arbeit im Kulturkreis Haimhausen und in der Volkshochschule.

Leben Sie schon immer in Haimhausen?

Nein, mein Mann und ich leben erst seit 37 Jahren in Haimhausen. Im Juni 1982 sind wir aus Hessen hierhergezogen.

Was ist das Besondere an der Gemeinde?

Als wir herzogen, war Haimhausen ein Dorf. Im Laufe der Zeit hat es sich zu einer liebenswerten Gemeinde entwickelt.

Kennen sich die Haimhauser untereinander?

Das tun sie auf alle Fälle und die Haimhauser gehen sehr nett und liebenswert miteinander um.

Was muss ein Tourist in der Gemeinde unbedingt gesehen haben?

Das Heimatmuseum, die Kirche, die Veranstaltungen des Kulturkreises und wir haben besonders schöne Ecken in der Natur, wie den Heigl-Weiher oder den Klarl-Weiher. Leider kann das Schloss Haimhausen, wo die Bavarian International School beheimatet ist, nicht besichtigt werden.

Was machen Sie für Haimhausen?

Seit 1990 bin ich ehrenamtlich engagiert. Ich habe bei der Volkshochschule angefangen und das zehn Jahre lang gemacht. Zwischendurch war ich noch bei der Nachbarschaftshilfe und seit 2006 bin ich beim Kulturkreis für die Pressearbeit zuständig. Die mache ich seit 2015 auch für den Helferkreis Haimhausen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Haimhausen?

Am liebsten halte ich mich bei mir zu Hause auf, weil wir ein Haus mit Garten haben. Außerdem gehe ich gerne in der Umgebung spazieren.

Wird die Gemeinde in Zukunft weiterwachsen?

Definitiv, das ist nicht von der Hand zu weisen. Haimhausen ist in den letzten Jahren immens gewachsen. Als ich mit meinem Mann hierhergezogen bin, hatte die Gemeinde eine Einwohnerzahl von etwa 2500, jetzt sind wir bei knapp 6000. Da wir im Einzugsgebiet des Flughafens liegen, bleibt ein Wachstum nicht aus.

Gibt es etwas, das Sie in Haimhausen vermissen?

Noch fehlt etwas für die Jugend, aber das war in Haimhausen schon immer schwierig. Wollen Jugendliche feiern gehen, müssen die Eltern sie zum nächsten Bahnhof fahren, damit sie nach München kommen. Außerdem müsste die ärztliche Versorgung innerhalb des Gemeindegebiet weiter ausgebaut werden.

Interview: Leyla Yildiz

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