Er gilt als der sagenreichste Berg der Alpen: der Untersberg. Zahlreiche Mythen ranken sich um den Berg und viele wunderliche Geschichten sollen dort passiert sein, weshalb er in einem Bericht von 1558 Wunderberg genannt wurde. Eine davon: Kaiser Karl der Große soll in dem Berg auf seine Auferstehung warten. Es wird gemunkelt, dass der Kaiser in Ruhe weiterschlafen kann, solange die Raben um den Berg fliegen.
Der Untersberg ist ein Grenzberg und erstreckt sich über Bayern und dem Salzburger Land, die Landesgrenze läuft quer darüber. Der Hauptgipfel des Untersbergs, der Berchtesgadener Hochthron, liegt in Bayern und ist 1972 Meter hoch.
Laut dem Münchner Namensforscher Wolf-Armin von Reitzenstein geht der erste Beleg für den Namen des Untersbergs auf das Jahr 1306 zurück. Damals wurde er „Vntornsperch“ genannt, das V wurde als U gesprochen. Mit den Jahren wandelte sich der Name von „Untarsberg“ zu „Unternsberg“. 1801 wurde dann der endgültige Name, Untersberg, festgelegt. Das Bestimmungswort, „Untarn“ oder „Undern“, kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet Mittag- oder Vesperbrot. „Das ist ein zeitbestimmender Bergname, denn der Sonnenstand über dem nördlichen Gebiet des Untersbergs zeigte der Landbevölkerung die Zeit des Mittagessens an“, sagt Reitzenstein. LEYLA YILDIZ