Wer vom Gipfel des Wallbergs herunterblickt, der wird mit einer grandiosen Aussicht auf das Tegernseer Tal und die bayerischen Alpen belohnt. Der Wallberg liegt im Mangfallgebirge und ist mit seinen 1722 Metern im Sommer wie im Winter eines der beliebtesten Ausflugsziele Bayerns.
1420 wurde der Name des Wallbergs erstmals unter „Walber foecundissimus“ erwähnt. Das bedeutete sehr fruchtbar oder ertragreich. Die Bezeichnung bezog sich auf das Almgebiet unterhalb des Gipfels. Der Münchner Namenforscher Wolf-Armin von Reitzenstein beschreibt danach mehrere Jahrhunderte der Namensfindung.
1436 hieß der Berg „Vnter dem Walber“, 1493 „Peter Mittermair vnderm Walberg“ und 1566 „Walwer m(ons)“. Mons bedeutet im Lateinischen Berg. 1583 wurde er „Walwer mons excelsus“ genannt, die Bedeutung war der emporragende Berg und 1640 „Vnnderm Walberg“, dabei wurde das V als U gesprochen.
Bis zu seinem jetzigen Namen hieß der Wallberg zeitweise noch „Walberberg“ und „der große Walmer“. Das Erstglied „Walbe“ steht für „Walm“ und kommt aus dem Mittelhochdeutschen. Das sind die geneigten Dachflächen an der Trauf- und Giebelseite eines Walmdaches, weshalb der Wallberg mit dieser Dachform verglichen werden kann. LEYLA YILDIZ