Der Gedanke drängt sich beim Lesen des Titels auf: noch ein Superlativreiseführer mit Tipps für den nächsten Familienausflug. Dabei sind „Die gruseligsten Orte in München“ gar keine Handreichung, wo man sich beim Besuch am besten gruseln kann, sondern eine Sammlung erlesener Schauergeschichten.
Dieses Genre hat eine lange Tradition, und die zwölf Autoren, die Lutz Kreutzer und Uwe Gardein ausgesucht haben, verstehen ihr Handwerk. Darunter Iny Lorentz und Oliver Pötzsch, dessen historische Romane stets im besten Sinne schaurig sind. Was das mit München zu tun hat? Alle Geschichten spielen an realen Orten in der Landeshauptstadt und sind angelehnt an Legenden oder wahre Begebenheiten. Eine vergnügliche Herbst-Lektüre für schaurige Tage. Und wenn man sie dann doch besuchen will, gibt es eine Karte, die an die Schauplätze führt. kb