Ein Preis für den unauffälligen Kunstmäzen

von Redaktion

München – Herzog Franz von Bayern (86) hat den Eugen-Biser-Preis 2019 erhalten. Der Chef des Hauses Wittelsbach nahm die Auszeichnung in der Allerheiligen-Hofkirche in der Münchner Residenz entgegen. Der Adelige war bis 2013 Schirmherr der Eugen-Biser-Stiftung und mit dem Namensgeber über viele Jahre persönlich verbunden. Eugen Biser (1918 bis 2014) war Professor für Christliche Weltanschauung und Religionsphilosophie an der Universität München und einer der führenden Theologen seiner Zeit.

In seiner Laudatio würdigte der frühere bayerische Kultusminister und ehemalige Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Hans Maier, den Preisträger als „unauffälligen Beweger von großer Wirksamkeit“. Herzog Franz von Bayern sei wie sein „geistlicher Freund“ Eugen Biser „ein Mensch ohne Pose, ohne Selbstbezogenheit“, der meist im Verborgenen arbeite. Maier stellte den großen Einsatz des Wittelsbachers als Sammler und Mäzen moderner Kunst heraus. So habe der Herzog großen Anteil daran, dass die Kunst der Gegenwart „im oft recht konservativ gestimmten München schließlich ihren Platz fand“.

Herzog Franz von Bayern erzählte am Rande des Festaktes, er habe Biser in den 1970er-Jahren als Universitätsprediger kennengelernt und ihm viele Einsichten zu verdanken. „Er hat mir die Freiheit gegeben, gelassen in die Zukunft zu gehen.“ Der Preis wird seit 2003 verliehen.  kna

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