Im Eiltempo auf den Siebentausender

von Redaktion

2469 Höhenmeter rauf und runter in weniger als acht Stunden: Benedikt Böhm aus Aschheim hat den Dhaulagiri VII in Nepal in Rekordzeit bestiegen – und dabei Geld für einen guten Zweck gesammelt.

VON MARTIN BECKER

Aschheim – Speedrekord an einem Siebentausender für einen guten Zweck: Unter diesem Motto stand die Expedition von Benedikt Böhm am Dhaulagiri VII in Nepal. Den Erlös des Projekts, 10 000 Euro, spendete der Chef des Skitourenausrüsters Dynafit aus Aschheim (Landkreis München) für ein Schulprojekt in Nepal.

Vor dem Abflug ins Himalaya-Gebirge hatte der 42-jährige Münchner, selbst dreifacher Familienvater, die Aktion „United for Himalayan Kids“ initiiert. Die Idee: Unterstützer konnten online für zehn Euro ein spezielles Expeditions-Stirnband kaufen, um damit ein Schulprojekt in Dandaphaya, eine der ärmsten Regionen Nepals, zu unterstützen.

Bezüglich seiner alpinistischen Ambitionen setzte sich Benedikt Böhm das Ziel, den 7246 Meter hohen Gipfel in neuer Rekordzeit zu besteigen – Aufstieg und anschließende Abfahrt mit Tourenskiern sollten zusammen weniger als acht Stunden dauern. Das klappte tatsächlich, trotz schwieriger Bedingungen mit Bruchharsch und abgeblasenen Eispassagen sowie extremer Kälte: Sechs Stunden und sechs Minuten benötigte der 42-Jährige vom Basislager aus für den Aufstieg mit 2469 Höhenmetern und 20 Kilometer Distanz, nach genau sieben Stunden und 53 Minuten war der Skibergsteiger wieder unten. „Ich bin überglücklich, dass ich es in knapp unter acht Stunden geschafft habe, aber die Speed-Besteigung hat mich definitiv an meine körperlichen Grenzen gebracht“, sagt Böhm. „Am Ende ist der Kopf der entscheidende Faktor, und da puscht es einen schon zusätzlich, wenn man weiß, dass die Expedition im Dienst einer guten Sache steht.“

Die 10 000 Euro aus dem Stirnbandverkauf fließen in ein Projekt des Vereins „Nepal Medical Careflight“ mit Sitz in Pfronten (Allgäu), wo Benedikt Böhm persönlich den Spendenscheck überreicht hat. In der Ortschaft Dandaphaya hat der Verein mit viel Engagement eine Grund- und Sekundarschule gebaut, die mittlerweile von über 200 Kindern besucht wird. Ein angegliedertes Mutter-Kind-Haus mit medizinischer Station bietet bedürftigen Familien Zugang zu dringend benötigter Versorgung. Eine weitere Schule befindet sich kurz vor der Fertigstellung.

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