Trachtler verteidigen Fuchs-Pelze

von Redaktion

Kreuth – Nach der Kritik der Tierrechtsorganisation Peta an Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), die auf der Leonhardifahrt in Kreuth (Kreis Miesbach) eine Fuchs-Stola getragen hatte, haben jetzt die Trachtler reagiert.

„Die Kritik von Peta kann ich nicht nachvollziehen“, sagt Hans Schwaiger, Vorsitzender des Oberlandler Gauverbands. Die Füchse würden nicht in Käfigen auf engstem Raum und unter schlechten Bedingungen aufwachsen, sondern frei im Wald leben. Wie alle anderen Tiere würden sie bejagt. Anstatt das Fell zu entsorgen, würde es verwendet. Viele Pelze seien Erbstücke und sehr alt, erklärt Schwaiger: „Dies ist weit nachhaltiger, als Kunstpelze aus China zu importieren.“ Die Peta-Kritik empfindet er als einen Angriff auf alle Trachtler: „Wenn wir anfangen zu kritisieren, dass unsere Frauen bei entsprechenden Temperaturen Fuchspelze tragen, wann geht’s dann weiter, dass man uns Trachtlern das Tragen unserer Hirschledernen verbieten will?“, fragt er.  mm

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