Föst bleibt FDP-Chef

von Redaktion

Liberale legen Leitlinien für Wahl 2020 fest

Amberg – Daniel Föst ist als Vorsitzender der FDP Bayern wiedergewählt worden. Der 43-Jährige setzte sich am Samstag bei der Wahl auf einem Parteitag in Amberg gegen den 42 Jahre alten Herausforderer Ulrich Lechte durch, der bisher Landesschatzmeister war. Föst erhielt 220 Delegiertenstimmen, Lechte 173. Lechte wurde dritter stellvertretender Landesvorsitzender. Föst trat im Tandem mit dem 33-jährigen Bundestagsabgeordneten Lukas Köhler an, der Generalsekretär wurde; Köhler ist auch Sprecher für Klimapolitik der FDP im Bundestag.

Föst will unter anderem Fachkräftemangel bekämpfen und den Mittelstand stärken: „Unser Mittelstand hat Tradition, wir müssen ihm eine Zukunft geben.“ Außerdem wolle er Innovation und Klimawandel verbinden: „Alle Probleme wurden immer durch neue, bessere Technik gelöst“, sagte er. „Nicht die Bedenkenträger, sondern die Pioniere haben unsere Gesellschaft geprägt.“ Die FDP wolle er „zur Innovationskraft Bayerns machen“. Föst teilte in seiner Bewerbungsrede außerdem gegen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) aus. Föst sagte, Söder habe eine „Wandlung vom Saulus zum Paulus“ gemacht, er „rennt durch das Land und verteilt Geld“. Aiwanger dagegen sei „als Wirtschaftsminister ein Totalausfall“.

Am Sonntag beschlossen die rund 420 Delegierten gemeinsame Leitlinien für die Kommunalwahl 2020. Die FDP will Kommunen zu „Taktgebern der Digitalisierung“ machen. So sollen etwa Behördengänge in Städten und Gemeinden im Freistaat für die Bürger digital möglich sein. „Im Gegensatz zu den anderen Parteien stellen wir den mündigen Bürger in den Mittelpunkt unserer Politik. Das zieht sich wie ein roter Faden durch unseren Leitantrag“, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Karsten Klein.  lby

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