Jede Woche beantwortet ein Oberbayer Fragen rund um seine Heimat. Theresia Schlickenrieder, 16, wohnt bereits ihr Leben lang in Dorfen, im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. In München geht sie auf die Hauswirtschaftsschule. Theresia hat drei Geschwister, eine Katze, zwei Schweine und drei Ziegen.
Theresia, wo ist Dein Lieblingsfleckerl in Dorfen?
Eindeutig der Kieberg, der höchste Punkt von Dorfen. Von dort oben hat man eine wunderschöne Aussicht.
Was ist in Deinem Heimatort noch sehenswert?
Die herrliche Landschaft. Gerade jetzt im Herbst, wenn man draußen spazieren geht und überall die bunten Bladl runterfallen – es gibt nichts Schöneres.
Habt Ihr im Ort so etwas wie ein Merkmal?
Am ehesten unser schiefer Kirchturm. Ich habe gehört, dass da mal ein Balken rausgebrochen sein soll. Deshalb ist er angeblich krumm.
Fehlt Deiner Meinung nach etwas in Dorfen?
Eine bessere Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wäre nicht schlecht. Entweder der Bus oder die S-Bahn. Wenn ich in Dorfen ohne Auto wegkommen will, ist das immer ein bisschen umständlich.
Wie schaut’s dann mit Einkaufsmöglichkeiten aus?
Direkt in Dorfen gibt es keine Geschäfte. Aber Icking hat einen Rewe. Und mit dem Auto ist man in zwei bis drei Minuten in Wolfratshausen – da gibt’s genug.
Und das Partyangebot für junge Leute?
Im Vereinsheim gibt es jedes Jahr einen Fasching. Und im Sommer veranstaltet die Burschenschaft das Kieberg-Open-Air. Heuer hat dort eine bayerische Partyband gespielt.
Was muss man über Deine Heimat außerdem wissen?
Unser Wappen geht angeblich auf eine Legende zurück. Es zeigt den schiefen Kirchturm und den Goaspudel. Man erzählt sich, dass das Tier den Schatz auf der Wolfratshauser Burg bewacht.
Was macht Dorfen aus?
Ganz klar die Gemeinschaft. Man hält zusammen und wenn es nötig ist, hilft sich jeder gegenseitig.
Hast Du auch einen Tipp für Zugroaste?
Sie sollten unbedingt versuchen, sich in der Gemeinschaft zu integrieren. Zum Beispiel im Verein, mal in die Dorf-Wirtschaft oder Messe gehen.
Gibt es auch etwas, das Neuankömmlinge bei euch besser nicht tun sollten?
Spontan fällt mir da nichts ein. Aber wenn einem draußen jemand begegnet, sollte man sich schon grüßen und nicht einfach wegschauen.
Hand aufs Herz: Könntest Du Dir vorstellen, für immer in Dorfen zu bleiben?
Da hätte ich definitiv nichts dagegen. (lacht)
Interview: Franziska Konrad