BRAUCHTUM
Das Namensfest von St. Katharina war im bäuerlichen Leben ein wichtiges Datum. An diesem Tag endete endgültig die Weidezeit, nun kamen auch die Schafe ins Haus und wurden geschoren. Kathrein bedeutete früher auf dem Land auch das Ende aller Festlichkeiten. Nun begann die stille adventliche Fastenzeit, auch „geschlossene Zeit“ genannt. Man sagte: „Kathrein stellt den Tanz ein“ und „Kathrein schließt Bass und Geigen ein“. Nach Kathrein galt ein allgemeines Tanzverbot, im Advent fanden deshalb auch keine großen Hochzeiten statt. Das waren ungeschriebene Gesetze, die meist auch beachtet wurden. An Kathrein ging’s aber nochmals rund. Allerorten traf sich die Jugend in den Wirtschaften zum fröhlichen Kathreintanz.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Wie Kathrein wird’s Neujahr sein. Andreasschnee tut den Saaten weh.