„Dahoam is dahoam“ heißt es im Fernsehen von Montag bis Donnerstag. Aber was machen wir am Freitag, Samstag und Sonntag, wenn die Serie nicht gezeigt wird? Sollen wir da wie heimatlose Gesellen auf der Straße nächtigen? Mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen? Was mutet uns da das Fernsehen mit seiner Verweigerung zu? Tischt uns einen Schmarrn auf, aber ein Kaiserschmarrn ist das beileibe nicht.
Am meisten beeindruckt den Maßschneider in dieser Serie ja die Brunner Oma, die ihn mit ihren grauen Haaren und ihrem Charme an seine eigene Großmutter in München Neuhausen erinnert. Aber auch die anderen Akteure wie der junge Pfarrer, die strenge Polizistin und Monika mit ihrem aufbrausenden Ehemann Benedikt erregen Aufmerksamkeit. Dem Kraftfahrzeugmechaniker würde er ohne Weiteres sein Vehikel anvertrauen und dem jungen Koch, der gerade auf einem Luxusdampfer arbeitet, seine Suppenschüssel. Doch wenn sie an Wochenenden ihren Dienst verweigern, der Maßschneider muss deshalb nicht am Hungertuch nagen. Er wird auch fernsehabstinent bestens verköstigt.
Nun aber weg von der Mattscheibe! Was ist eigentlich Heimat? Mutterliebe wie väterliche Fürsorge, wie der kleine Sohn, der mit Fieber auf dem Sofa in der guten Stube lag und von der Mutter liebevoll gepflegt wurde. Heimat ist vertraute Sprache, Geborgenheit von der Kindheit bis ins hohe Alter. In einem Gedicht hat der Maßschneider dieses innige Gefühl in Worte zu fassen versucht.
Dei Hoamat, Bua,
de halt in Ehrn
und daß d’ mas’ nia vagißt!
Des wersd’ erst spaada
inne wern,
balsd’ in da Fremdn bist,
was des bedeit und was
des hoaßt.
A diamal is’s scho
gschehng,
daß oana frisch is außi
groast,
hat d’ Hoamat nimmer
gsehng.
De Bleamal aufn Anger
drauß’,
des Wegerl durchn Wald,
des liabe alte Vattahaus
hat eahm as Hoamweh
gmalt.
Sei Muatta, wias am Ofa
steht,
de Buidl an de Wänd,
wia er mi’m Göd zur
Firmung geht,
wia d’ Kuchllampn brennt.
Des hat er gsehng und no
vui mehr
und is schier dro vazagt.
A „grüaß di Good“
waahts zu eahm her,
wias eahm a Deandl
gsagt:
Iatz hat er gwußt, was
Hoamat hoaßt.
Drum halt mas’, Bua, in
Ehrn!
Balsd’ aa amal in d’ Fremdn
roast,
werst as scho inne wern!
An dieser Stelle schreibt unser Turmschreiber