Hilfe für die Pflege

von Redaktion

Neues Förderprogramm gestartet

München – Angesichts zunehmender Engpässe in der Pflege ist in Bayern ein weiteres Förderprogramm angelaufen. Mit dem Programm „PflegesoNah“ sollen zum einen neue Pflegeplätze geschaffen, aber auch bestehende Plätze weiterentwickelt werden. „Ziel ist es, allein im Jahr 2020 bis zu 1000 Pflegeplätze zu fördern“, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Im Doppelhaushalt 2019/2020 seien dafür 120 Millionen Euro veranschlagt worden.

Besonders unterstützt werden laut Huml Pflegeheime mit kleinen Wohngruppen, die sich auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausrichten. Das könne Kurzzeit-, Tages- oder Nachtpflegeplätze umfassen, aber beispielsweise auch einen offenen Mittagstisch, haushaltsnahe Dienstleistungen oder eine Begegnungsstätte. Aber es sollen auch neue Pflegeplätze und Begegnungsstätten geschaffen werden. „Insgesamt brauchen wir stimmige Angebote, die Wohnen, soziale Kontakte, Unterstützung und Pflege miteinander verbinden“, sagte Huml. Sie sollten die Versorgung in den eigenen vier Wänden durch individuelle Pflege- und Hilfearrangements möglich machen.

In einer Expertenanhörung im Landtag hatten Fachleute zuletzt übereinstimmend vor immer größeren Engpässen in der Pflege gewarnt. Vertreter von Verbänden und Organisationen sprachen von einem bereits existierendem Pflegenotstand, der sich weiter verschärfen werde.  lby

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