Zehn Jahre Haft wegen Kindstötung

von Redaktion

Nigerianerin schlug aus Überforderung auf ihr Baby ein

Otterfing – Das Landgericht München II hat gestern eine 29-Jährige wegen der Tötung ihres drei Monate alten Babys zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Nigerianerin hatte in einer Septembernacht 2018 in der Asylbewerberunterkunft in Otterfing (Kreis Miesbach) ihrem Kind fünf Schädelbrüche zugefügt.

Gegen den mitangeklagten Kindsvater wurden wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen drei Jahre Haft verhängt.

Für das Gericht kam nur die Mutter als Täterin infrage. Die 29-Jährige hatte bis zum Prozessende die Vorwürfe bestritten. Doch der Vater war nach einem Radlsturz und einem eingegipsten Arm körperlich nicht in der Lage, ein Baby mit einer derartig massiven Wucht zu misshandeln, wie es das Verletzungsbild hergab. Demnach hatte die Mutter aus spontaner Überforderung durch das weinende Mädchen die Kleine aus dem Bettchen gerissen, es auf die Wickelkommode geknallt und ihm Faustschläge ins Gesicht verpasst. Der Vater, der sich illegal in der Asylbewerber-Unterkunft aufhielt, war nicht eingeschritten.  wal

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