So viel Einstimmigkeit höre er im Kabinettssaal selten, sagte Ministerpräsident Markus Söder: Am Freitag empfing er in der Staatskanzlei vier Sternsingergruppen aus dem Bistum Eichstätt. In ihren roten und blauen Königsgewändern sangen die Mädchen und Buben „Frieden für die Kinder, Frieden für die Welt“, begleitet von Söders Klatschen.
Jährlich zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest sind die Sternsinger unterwegs und verbreiten ihre Segenswünsche, auch an die Staatsregierung. Diese nahm Söder dankend an: „Segen ist total wichtig, den brauche ich für das neue Jahr dringend.“
Heuer soll die Aktion vor allem dem Libanon helfen. Der Staat am Mittelmeer leidet unter den Folgen des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien. Hilfe brauchen vor allem geflüchtete Kinder, deren Geschichten die Sternsinger exemplarisch an Söder herantrugen. Dazu präsentierten sie Fotos aus dem Land. Der Ministerpräsident lobte die Vorbildfunktion der kleinen Könige. „Der Friede, da habt ihr sehr recht, ist bedroht“, sagte Söder: „Auch bei uns.“ Dies mache sich in der zunehmenden Verrohung der Sprache und der fehlenden Bereitschaft sichtbar, anderen zuzuhören.
Im vergangenen Jahr sammelten die Botschafter bundesweit rund 50,2 Millionen Euro. Die Aktion wird vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend getragen. Auch Söder steckte jeder Gruppe einen Spendenumschlag in die farbigen Boxen. CINDY BODEN