Königsdorf/München – Birgit Demmel erinnert sich noch gut an die Worte der Ärzte, als sie im OP der Frauenklinik in München–Harlaching lag. „Ein Bub!“ Dann: „Ein Mädchen.“ Dann: „Und noch ein Bub!“ Innerhalb von nur drei Minuten wurde aus der dreifachen Mutter eine sechsfache Mutter. Die 40-Jährige hat Drillinge bekommen. Hansi (1230 Gramm, 37 Zentimeter), Lisa (1200 Gramm, 37 Zentimeter) und Franzi (1190 Gramm, 37,5 Zentimeter) kamen per Kaiserschnitt viel zu früh auf die Welt. Ein Team von fast 40 Ärzten, Schwestern und Hebammen half bei der Geburt und während der ersten Wochen. Doch nun rückt der Tag näher, an dem die Mama und ihre Drillinge endlich nach Hause nach Königsdorf (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) dürfen.
Und dort werden die Drillinge schon sehnsüchtig erwartet. Von den großen Geschwistern Peter (9), Heidi (6) und Anna (3). „Päppelt sie gut auf – die müssen dann ganz schön was aushalten mit uns daheim“, schrieben die Drei in einem Brief an die Klinik. Papa Christian musste in den vergangenen Wochen den Alltag mit den drei Großen alleine stemmen. Unterstützt wurde der 45-Jährige von einer Haushaltshilfe. Nun ist das Dachgeschoss für die Babys hergerichtet – samt riesengroßer Kuschel- und Spieloase.
Eigentlich hatten sich Birgit und Christian Demmel nur ein viertes Kind gewünscht. „Doch schon beim ersten Ultraschall im Frühsommer wurde klar: Es sind drei!“ Die Nachricht war ein kleiner Schock: „Mein erster Gedanke war: Werden sie gesund sein? Ich rief meinen Mann an. Der lachte und sagte: Schatz, Du spinnst! Er dachte, ich mache Spaß.“
Die Nachricht behielten die Demmels erstmal für sich. „Wir wollten auch vorher nicht wissen, ob es Buben oder Mädchen werden.“ In der 25. Schwangerschaftswoche ging Birgit Demmel zur Sicherheit in die Klinik. Und dann ging plötzlich alles rasend schnell: „Die Babys wollten raus und mir sind vor lauter Aufregung ihre Namen nicht mehr eingefallen. Sie waren eine halbe Stunde namenlos, bis mein Mann eintraf“, erzählt Birgit Demmel und schmunzelt. Was nun alles auf sie zukommt, davon wollen sich die Demmels überraschen lassen. „Es wird spannend. Aber wir schaffen das. Die Klinik unterstützt uns sehr.“