Die Thüringer AfD will bei der Ministerpräsidentenwahl einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. „Wir brauchen einen Gegenkandidaten zu Bodo Ramelow“, sagte Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke in Erfurt. Man sei auf der Suche nach einem Bewerber, der eine „bürgerliche Mehrheit“ hinter sich versammeln könne, sagte Höcke. Dies müsse auch keine Person aus den Reihen der AfD sein. Der ehemalige Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der Mitglied der CDU ist, sagte umgehend ab. Die Wahl Ramelows ist für den 5. oder 6. Februar geplant. Linke, SPD und Grüne steuern in Thüringen auf eine Minderheitsregierung zu. Ihnen fehlen vier Stimmen im Landtag. Ein Gegenkandidat könnte die Wahl am Ende sogar erleichtern.