Millionenprojekt mit ungewissem Ende

von Redaktion

Erding – Der S-Bahn-Ringschluss vom Flughafen nach Erding ist ein Bauwerk mit mehreren Etappen. Zunächst soll eine vier Kilometer lange zweigleisige Strecke vom bestehenden unterirdischen Flughafen-Bahnhof in Richtung Osten bis Schwaig gebaut werden. Auf Höhe Schwaigerloh entsteht ein neuer Bahnhof und eine Abstell- und Wendeanlage für die S-Bahn-Züge. Anschließend wird die Strecke bis Erding geführt. Die Stadt soll am dann stillgelegten Fliegerhorst einen neuen Bahnhof bekommen. Zeit- und Finanzplan sind nur im Groben bekannt: Der erste Abschnitt bis Schwaigerloh kostet 65 Millionen Euro und soll bis 2027 fertig sein, der zweite bis Erding wird auf 360 Millionen Euro geschätzt und könnte 2029 gebaut sein. Ob sich durch die Klagen die Projekte verzögern, ist unklar.

In einem ersten Schritt baut der Flughafen in eigener Regie schon am ersten Streckenstück vom Tunnelbahnhof bis zu der Stelle, an der die Strecke das Flughafengelände verlässt und dann oberirdisch verläuft. Ein Teil der Arbeiten ist schon lange erledigt, denn „der Tunnel wurde im Rohbau schon vorsorglich unter dem Vorfeld angelegt“, erläutert Flughafen-Sprecher Horst Jahnke. Erst hinter dem Satellitenterminal muss noch ein Tunnelstück gebaut werden. Das geschieht in offener Bauweise, das heißt, es wird eine Baugrube ausgeschachtet und dann eine Betonsohle mit seitlichen Schlitzwänden gebaut. Sie erhält einen Deckel und wird mit Erde bedeckt. Am Tunnelende führt eine 300 Meter lange Rampe nach oben. Obwohl die Arbeiter mit hohem Grundwasserstand zu kämpfen haben, sind schon 60 Prozent der Arbeiten erledigt. Bis Mitte nächsten Jahres soll dieser erste Abschnitt fertig sein.

Noch ungewiss ist die Walpertskirchener Spange – eine eingleisige Strecke zwischen Erding und der Bahntrasse München–Mühldorf, die von den Anliegern sehr kritisch betrachtet wird.  dw

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