Neue Vorwürfe gegen AfD

von Redaktion

Weitere Senioren behaupten, gegen ihren Willen zu kandidieren

Vaterstetten – Im Fall der AfD-Kommunalwahlliste in der Gemeinde Vaterstetten (Kreis Ebersberg) sind weitere Unstimmigkeiten bekannt geworden. Nachdem sich bei unserer Zeitung drei Senioren gemeldet hatten, die gegen ihren Willen für die AfD kandidieren (wir berichteten), gibt es nun weitere Personen, denen gleiches widerfuhr: Die Senioren Dorothee Strohm (70) und Conchita Schuster (68) beteuern, sie seien „grundsätzlich gegen die AfD“. Trotzdem landeten sie auf der Liste der AfD und kandidieren nun sowohl für den Gemeinderat als auch für den Ebersberger Kreistag.

Eingefädelt worden sei ihre Kandidatur ebenfalls von dem Vaterstettener AfD-Gemeinderat Manfred Schmidt (82), sagen beide. Dieser organisiert über eine Sozialstiftung Kaffeefahrten – so lernten Strohm und Schuster ihn kennen. „Ich hatte Angst, dass ich nicht mehr zu den Ausflügen eingeladen werde, wenn ich nicht unterschreibe“, sagte Schuster unserer Zeitung. Ähnlich berichtet es Strohm. Sie fühle sich von Schmidt „unverschämt hintergangen“. Die AfD „lehne ich total ab, ich war dumm, da zu unterschreiben“.

Die Nominierungsversammlung fand nach Angaben des AfD-Bezirkschefs Wolfgang Wiehle am 4. Januar statt. Alle fünf Personen seien in Abwesenheit von fünf Anwesenden auf die Liste gewählt worden.  ac

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