„Am politischen Klima wäre er verzweifelt“
Max Mannheimer wäre am Donnerstag 100 Jahre alt geworden. Sein Sohn Ernst berichtete in Dachau von seinen ganz persönlichen Erinnerungen an seinen Vater. Wie der es geschafft hatte, am Holocaust nicht zu zerbrechen. Und er erklärte, wieso die Lebensgeschichten der Überlebenden kein Auftrag an ihre Nachkommen sein können.
Dachau – Als Ernst Mannheimer bewusst wird, was sein Vater hinter sich hat, ist er bereits ein junger Mann. Es ist ein Tag Mitte der 80er-Jahre. Max Mannheimer soll eine Lesung halten, mit seinen Zuhörern zurückreisen in die Vergangenheit. Das hat er noch nicht oft getan – obwohl