Fünf Monate nach der Verurteilung eines Jägers wegen Luchs-Wilderei hat vor dem Landgericht Regensburg der Berufungsprozess begonnen. Der 54-Jährige, den das Amtsgericht Cham im September wegen der Tötung eines streng geschützten Luchses zu einer Geldstrafe verurteilt hat, will einen Freispruch erwirken. Der Jäger hatte den Vorwurf zurückgewiesen. Auch die Staatsanwaltschaft hatte Rechtsmittel eingelegt, sie hatte eine höhere Strafe für den Mann gefordert. Richter und Staatsanwaltschaft in Cham waren zu der Überzeugung gekommen, dass der Mann 2014 einen Luchs mit einer Lebendfalle gefangen und dann erschossen hatte. Der Jäger hatte angegeben, sein inzwischen gestorbener Vater habe die Falle zum Fangen von Füchsen aufgestellt gehabt. Tierschützer sprachen von einem Urteil mit Signalwirkung: Wilderei sei kein Kavaliersdelikt. lby
Straffreiheit gegen sexuelle Gefälligkeiten – diesen Vorschlag hat ein Polizist aus der Oberpfalz bei einer Verkehrskontrolle einer Autofahrerin gemacht. Das Amtsgericht Weiden hat den Mann deshalb zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt und diese zur Bewährung ausgesetzt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Weiden. Die Straftaten: Bestechlichkeit und versuchte Strafvereitelung im Amt. lby
In Unterfranken ist ein Bussard gegen ein fahrendes Auto geflogen und hat sich darin verkeilt. Eine Autofahrerin war in Richtung Hammelburg unterwegs, als plötzlich ein Bussard im Tiefflug gegen ihren Pkw prallte, wie die Polizei mitteilte. Das Tier sei wohl mit großer Wucht gegen das Auto geflogen. Es habe sich dadurch im vorderen Teil des Fahrzeugs verkeilt. Die Fahrerin sei direkt nach dem Zusammenstoß in die Polizeidienststelle gefahren, wo festgestellt wurde, dass das Tier den Aufprall überlebt hatte. Der Bussard wurde eingeschläfert. lby
Der ökologische Landbau in Bayern hat weiter zugenommen. So stiegen über 650 Betriebe neu ein, teilte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) in München mit. Das bedeute einen Zuwachs von 6,5 Prozent. Damit bewirtschaften im bundesweit größten Ökoland mittlerweile rund 10 600 Ökobetriebe über 366 000 Hektar. Der Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Bayern betrage inzwischen mehr als elf Prozent. lby