Etwa 2400 Hektar Land auf 55 Einzelflächen sind in der Region München als Vorranggebiete für den Kiesabbau im Regionalplan ausgewiesen. Die Region München umfasst die Stadt München und acht Landkreise ringsum (inklusive Landsberg). Eine dieser Flächen umfasst auch das umstrittene Waldgebiet Forst Kasten. Vorrangfläche ist nicht gleichbedeutend mit Genehmigung zum Abbau – diese muss immer konkret vom Landratsamt erteilt werden.
Auch weit entfernt von München tobt der Streit: In Otterfing (Kreis Miesbach) befindet sich ein großes Abbaugebiet, mit zwei kleinen Gruben ortsansässiger Unternehmer und einer großen der Firma Rohrdorfer Sand und Kies. Um den Abbau zu kanalisieren, hat die Gemeinde eine „Konzentrationsfläche Kiesabbau“ ausgewiesen. Zudem gibt es Ärger mit einer Brecheranlage, die den Kies zerkleinert. Auch in Högling bei Bruckmühl (Kreis Rosenheim) beschäftigte der Kiesabbau jüngst den Gemeinderat – denn vor Ort wächst der Unmut über Lärm und Staub. „Irgendwann muss mit dem Kiesabbau Schluss sein“, forderte ein Kommunalpolitiker. mm/avh