München/Au – In Bayern hat sich eine weitere Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bestätigt. Der neue Fall wurde aus dem niederbayerischen Landkreis Passau gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Der Patient kommt laut BR aus Vilshofen. Seit vergangenem Donnerstag gibt es somit 22 neue Coronavirus-Fälle in Bayern. Direkte Kontaktpersonen der Betroffenen stehen unter häuslicher Quarantäne.
In Au in der Hallertau (Kreis Freising) steht der Bürgermeisterkandidat der CSU, Martin Hillebrand, unter Quarantäne. Der 50-Jährige hatte Pech, weil er beim Politischen Aschermittwoch der CSU in Tegernbach einem Mann gegenübergesessen war, der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts ermittelte Hillebrand als Kontaktperson und informierte ihn. An der Gesundheitsbehörde wurde er von Mitarbeitern in Schutzkleidung in Empfang genommen und über den Hintereingang ins Gebäude geführt. Dann wurde ein Abstrich genommen. Seit Sonntagmittag darf sich der 50-Jährige nicht mehr aus dem Haus bewegen. Er müsse wohl bis 11. März in Quarantäne bleiben, egal, ob der erste Test positiv oder negativ ausfalle. Er sei aber nicht erkrankt, „ich fühle mich pumperlgesund“, betonte Hillebrand gegenüber unserer Zeitung.
In Pfronten will der Maschinenbau-Konzern DMG Mori erst am Donnerstag wieder öffnen. Ursprünglich war die Betriebsschließung nur für Montag und Dienstag geplant. Ein 36 Jahre alter Mitarbeiter war Ende der vergangenen Woche positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, ebenso seine Partnerin. DMG Mori lasse vor der Wiedereröffnung den Standort professionell reinigen, sagte ein Unternehmenssprecher. Den durch die dreitägige Schließung verursachten Produktionsrückstand will das Unternehmen kurzfristig wieder aufholen, um alle Liefertermine für Kunden einzuhalten. mes/lby