S-Bahn: Hoffnungsschimmer für die Kummer-Strecke

von Redaktion

Unterhaching – Nach Jahren des Stillstands kommt Bewegung in den möglichen Ausbau der S7 im Münchner Osten. Der Freistaat Bayern will die Deutsche Bahn nun mit Planungen für den zweigleisigen Ausbau der sogenannten S7 Ost beauftragen, teilte Bayerns neue Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) mit. Zunächst wurde die Bahn aufgefordert, den Planungsaufwand zu ermitteln, also eine Art Kostenvoranschlag einzureichen. Schreyer, die als Unterhachingerin mit der Problematik der S7 vertraut ist, erklärte, dies sei Voraussetzung für einen Vertrag zwischen Freistaat und Bahn. „Ich will die Voraussetzungen schaffen, dass die DB schnellstmöglich mit den Planungen starten kann.“

Kommunalpolitiker und Bürgerinitiativen fordern seit Langem, die S7 im Osten auszubauen. Die Strecke ist großteils – zwischen Giesing und dem Endhaltepunkt Kreuzstraße – nur eingleisig. Bei jeder Verspätung rächt sich das, weil eine S-Bahn auf den entgegenkommenden Zug warten muss. Ein 15-Minuten-Takt, wie nach Fertigstellung der 2. Stammstrecke angekündigt, ist erst recht undenkbar. Manchmal fährt die S-Bahn an den kleinen Bahnhöfen Dürrnhaar, Peiß und Großhelfendorf auch einfach durch, um Verspätungen aufzuholen, klagt der Neubiberger Bürgermeister Günter Heyland (Freie Wähler), der wie seine Amtskollegen im Südosten des Landkreises München seit längerer Zeit Verbesserungen fordert. Er wertet Schreyers Ankündigung als Fortschritt. „Wir hören das natürlich gerne.“

Da der Landkreis München aber eine eigene Machbarkeitsstudie zum S-Bahn-Ausbau in Auftrag gegeben habe, sei nun ein koordiniertes Vorgehen sinnvoll.  dw

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