Fußballspiele vorerst nicht abgesagt

von Redaktion

Spielleiter sollen bei Corona-Verdachtsfällen unbürokratisch entscheiden

München – Fußballspiele ohne Zuschauer in der italienischen Seria A, der Biathlon-Weltcup in Nove Mesto vor leeren Rängen und die Absage von zahlreichen Wettkämpfen: Das Coronavirus hat längst großen Einfluss auf die Sportwelt. Am Wochenende rollt auch der Ball in den oberbayrischen Jugendligen wieder. Der Start in die Rückrunde findet wie geplant statt. Der Verbandsspielausschuss hat eine klare Marschroute vorgegeben: „Eine Absetzung von Fußballspielen auf Grund des Coronavirus ist nur möglich, wenn das örtliche Ordnungsamt die Sportanlage sperrt, Sportveranstaltungen verbietet bzw. eine Mannschaft aufgrund eines Corona-Vorfalls in Quarantäne muss.“ Das schriftliche Verbot durch das Ordnungsamt muss beim Spielleiter eingereicht werden. In einem Schreiben des Bayerischen Fußballverbands (BFV) an die Vereinsvertreter im Fußballkreis München wird jedoch drauf hingewiesen, dass kurzfristige Verdachts- oder Risikofälle nicht immer rechtzeitig von den Behörden bearbeitet werden können. Sollte es in einer Mannschaft zu einem solchen Fall kommen – wenn der Trainer beispielsweise von den Eltern eines Spielers informiert wird, dass das Kind zum Skifahren in einem Risikogebiet war –, ist Kontakt mit dem gegnerischen Verein aufzunehmen und eine eventuell nötige Spielverlegung abzuklären, bis der „Verdachtsfall geklärt ist“. Die Spielleiter sind dazu angehalten, Anfragen unbürokratisch zu bearbeiten. Eine genaue Strategie für die Zukunft gibt es derzeit noch nicht: „Wir können nicht in die Glaskugel schauen und wissen nicht, wie es in ein paar Wochen aussieht“, sagt Bernhard Slawinski, Münchner Kreisvorsitzender beim BFV. Er empfiehlt „Besonnenheit und einen vernünftigen Umgang mit dem Thema“. NICO SCHMITZ

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