München – In einigen Kommunen springen wegen des Coronavirus die Wahlhelfer ab. „Je näher der Wahlsonntag rückt, desto mehr Absagen gibt es“, sagt Elena Völz von der Verwaltungsgemeinschaft Zolling (Kreis Freising). Dabei handle es sich meistens um Bürger, die zu einer Risikogruppe gehören oder Kontakt mit Infizierten hatten. Es gebe aber auch immer wieder Anfragen von Helfern, auf die das nicht zutreffe. „Sie weisen wir aber darauf hin, dass sie anwesend sein sollen“, sagt Völzl. Zudem würden weitere Helfer nachnominiert.
Das plant auch die Stadt Freising: „Wir suchen flexible Wahlhelfer“, sagt Irene Striegl. Sie berichtet ebenfalls von Absagen, genauso wie zum Beispiel die Gemeinde Pöcking (Kreis Starnberg). Auch im Landkreis München teilte Landrat Christoph Göbel mit, dass einige Helfer Bedenken geäußert hätten.
Doch es gibt auch andere Erfahrungen: „Bei uns ist alles wie immer“, sagt Simon Hötzl aus Unterhaching (Kreis München). „Wir haben einen großzügigen Puffer an Wahlhelfern.“ Von nur einer „Handvoll Absagen, aber nicht wegen des Virus“, berichtet auch Lena Choi aus Starnberg. Nur „einzelne Krankmeldungen“ registrierte zudem Julia Henderichs von der Stadt Olching. Dort wurde ein Wahllokal aus einem Seniorenheim verlegt. „Sicherheit ist oberstes Gebot“, sagt Henderichs.
Viele Gemeinden stellen deshalb Desinfektionsmittel und Handschuhe bereit.