München – Das Erzbistum München und Freising sagt für die nächsten drei Wochen alle öffentlichen Gottesdienste ab. Kardinal Reinhard Marx erklärte, es sei auch für ihn „eine schlimme Nachricht“, dass die aktuelle Lage es erfordere, keine öffentlichen Gottesdienste mehr anzubieten. „Es ist eine schwierige Situation, und die schneidet ein in unser kirchliches Leben.“ Gleichwohl müsse jetzt „Solidarität“ gezeigt und alles getan werden, „um das Ansteckungsrisiko zu vermindern, besonders für die Kranken, für die Alten, für die Schwachen. Alle Fachleute sagen, es muss jetzt etwas geschehen, und da sind wir gefordert“. Die Seelsorger seien natürlich für die Menschen da. Sie brächten aber nur in dringlichen, etwa lebensbedrohlichen Situationen die Kommunion nach Hause. Die für 21. März geplante Bischofsweihe in Augsburg fällt aus, ein neuer Termin steht noch nicht fest.
Auf der Internetseite der evangelischen Landeskirche hieß es: „Wir werden wie bisher Gottesdienste anbieten und dabei auf größeren Sitzabstand achten.“ Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf ist als erster deutscher katholischer Bischof in Quarantäne. Er war mit einer infizierten Person in einem Raum. Kohlgraf sei ohne Symptome.
Auch muslimische und jüdische Verbände sagten Gebete und Veranstaltungen ab.
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