BRAUCHTUM
In der Barockzeit hielten geistliche Herren flammende Buß- und Fastenpredigten, in denen sie eine Vielzahl von Lastern anprangerten. Dazu zählten Völlerei, Unzucht, Neid, Geiz, Hoffart und Stolz. Mit scharfer Zunge und gestenreich hielten sie den Gläubigen ihr Sündenregister vor Augen. Die Narretei in all ihren Facetten war das beliebteste Thema bei ihren Predigten. Besondere Berühmtheit erlangte der Wiener Augustiner-Chorherr Abraham a Sancta Clara, mit bürgerlichem Namen Johann Ulrich Megerle, der viele Jahre auch in dem einstigen Marienwallfahrtsort Taxa bei Odelzhausen tätig war. Für ihn war „die Sünde nichts anderes als eine große Narrheit“.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Ein heiterer März erfreut des Bauern Herz.
Donnert’s im März, schneit’s im Mai.