Auch für Nutztiere in der Landwirtschaft gilt: „Nach aktuellem Stand der Wissenschaft ist eine Übertragung von Tieren auf Menschen oder umgekehrt nicht möglich“, betont Markus Drexler, Sprecher beim Bayerischen Bauernverband.
Weil es bisher keine Hinweise darauf gibt, dass sich Nutztiere infizieren, hält das Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald eine Untersuchung von Schlachttieren zum jetzigen Zeitpunkt für nicht sinnvoll. Es läuft jedoch gerade eine Studie zur Empfänglichkeit von Hühnern und Schweinen gegenüber dem Virus. „Die Ergebnisse werden aber erst Ende April oder Anfang Mai vorliegen“, erklärt eine Sprecherin des Instituts. „Es geht dabei um Fragen wie: Muss man die Tiere vor dem Virus schützen? Können sie das Virus weiterverbreiten? Werden sie krank? Aber etwa auch um die Frage: Scheiden sie den Erreger wieder aus?“
Entscheidend für Landwirte sei, dass „die Tierhalter auch in Quarantäne-Situationen ihrer Arbeit nachgehen und die Tiere versorgen können“, betont Markus Drexler. Auch die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands rät Landwirten unter anderem, einen Notfallplan zu erstellen, falls die Tierbetreuer in Quarantäne müssen oder sich mit dem Virus infizieren. Außerdem sollte es in Ställen Möglichkeiten zur Handreinigung mit Seife geben. Die Interessengemeinschaft rät außerdem, den Tierbestand „rigoros abzuschotten“ und alle auch ohne den Virus notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen „ohne Kompromisse“ umzusetzen. cla