München – Der Diözesanratsvorsitzende Hans Tremmel hat einen Aufruf an alle katholischen Verbände gestartet, jetzt wahre Nächstenliebe zu zeigen. „Unsere Gemeinschaft lebt nicht alleine aus der Liturgie“, betont er in einem Schreiben an alle Verbände in der Erzdiözese München und Freising. „Auch aus der tätigen Nächstenliebe.“ Ernst zu nehmen, was auf uns zukomme, sei nicht nur solidarische Bürgerpflicht, sondern auch zentraler Bestandteil christlicher Verantwortung. Sich als Christ seiner Verantwortung bewusst zu sein, heiße zunächst vor allem: zu Hause bleiben, schreibt Tremmel. Viele Menschen würden nun ganz besonders Beistand, Trost und Hoffnung brauchen. „Wir dürfen und wollen als Kirche die Menschen nicht alleine lassen.“
Jeder sei in unterschiedlichem Maße konkret von der Corona-Krise betroffen. Jeder könne auch was zur Lösung der Krise beitragen, betont Tremmel. „Es tut gut zu sehen, dass sich an vielen Orten Freiwillige bereit erklären, Einkäufe für ältere oder kranke Nachbarn zu erledigen oder Kinder zu betreuen, deren Eltern weiterhin arbeiten müssen.“ Nun sei die Zeit, gemeinsam Kirche zu leben. „Dabei sind Phantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt.“ mm