Vilsheim – Eine Spaziergängerin hat in Vilsheim (Kreis Landshut) auf einem Feldweg ein Hühnerei gefunden, das höchstwahrscheinlich mit dem hochgiftigen Insektizid Carbofuran präpariert war. Mit dem Giftköder sollten vermutlich Greifvögel oder Füchse getötet werden. Aber auch für Kinder und Hunde hätte das Ei eine große Gefahr sein können, betont Andreas von Lindeiner vom Landesbund für Vogelschutz. Der LBV hat Strafanzeige gegen den unbekannten Täter eingereicht. Und der Verband appelliert an alle Eltern in dieser Region, ihre Kinder gerade in der Zeit vor Ostern keine herumliegenden Eier anfassen zu lassen. Hundehalter sollten ihre Tiere an die Leine nehmen.
Das hochtoxische Carbofuran wirkt bereits bei Hautkontakt und führt selbst bei geringen Dosen zu Krämpfen. Da während der Corona-Zeit keine toxikologischen Untersuchungen möglich sind, hat der LBV einen Experten vom Lehrstuhl für Veterinärpharmakologie und Toxikologie der LMU in diesem Fall zu Rate gezogen. Er hält es angesichts der Konsistenz und Färbung des Hühner-Eis für sehr wahrscheinlich, dass es mit Carbofuran präpariert wurde und betont, dass schon eine Berührung sehr gefährlich ist. mm