Polizei registriert 50 000 Verstöße

von Redaktion

411 000 Corona-Kontrollen: vorerst kein Drohneneinsatz geplant

München – Seit Beginn der bundesweiten Maßnahmen gegen das Coronavirus wurden in Bayern von der Polizei rund 50 000 Verstöße registriert. Seit dem 21. März habe es im Freistaat rund 411 000 Kontrollen gegeben, teilte das Innenministerium mit. Rund ein Drittel der Kontrollen bezogen sich nach Angaben des Ministeriums direkt auf die Überprüfung der vorläufigen Ausgangsbeschränkungen, der Rest auf Veranstaltungs- und Versammlungsverbote. Drohnen sollen in Bayern vorerst nicht zur Kontrolle der Ausgangsbeschränkungen eingesetzt werden. Sie seien nicht notwendig. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sieht dies anders: „Drohnen sind aus meiner Sicht ein geeignetes Mittel, um unterstützend die Beschränkungen zu überwachen“, sagte der bayerische Vize-Landesvorsitzende Jürgen Ascherl. Außerdem kritisierte er, dass die Beamten bei den Kontrollen nicht den nötigen Mindestabstand einhalten könnten. „Es gibt zwar Masken, allerdings nicht in der erforderlichen Mannausstattung und der Nachschub war kürzlich noch nicht gesichert.“

Das Ministerium wies die Kritik zurück. Die Polizei verfüge über spezielle Infektionsschutz-Sets. Die Schutzausstattung umfasse Atem-, Augen- und Handschutz sowie Desinfektionsmittel. Für Einsätze mit Körperkontakt gebe es Schutzanzüge.  lby

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