um mehr als 100 Millionen Euro

von Redaktion

Bamberg – Um mehr als 100 Millionen Euro sollen zwei Tätergruppen tausende Anleger aus ganz Europa betrogen haben. Neun Verdächtige zwischen 25 und 49 Jahren wurden in Bulgarien und Serbien festgenommen, darunter ein 36-jähriger Deutscher. Außerdem stellten die Ermittler knapp 2,5 Millionen Euro sicher, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern am Dienstag in Bamberg mitteilte. In Serbien seien Autos und Wohnungen beschlagnahmt worden. „Mehrere zuletzt aktiv betriebene Plattformen im Internet konnten abgeschaltet werden.“

Die Täter sollen den Kunden vorgegaukelt haben, Plattformen für den Handel mit unterschiedlichen Finanzinstrumenten zu betreiben. Für etwa 250 bis 300 Euro hätten Anleger dort ein Handelskonto eröffnen können. Spezialisten hätten sie dann per Telefon und Nachrichten überzeugt, größere Summen zu investieren. Den Kunden seien Gewinne vorgespielt worden, obwohl das Geld nie angelegt worden sei. „Das Geld wird über ein komplexes, europaweit installiertes Geldwäschenetzwerk verteilt.“ In ganz Europa seien Leute so um ihr Vermögen gebracht worden, erklärten die Ermittler. Allein in Deutschland seien mehrere tausend darauf hereingefallen. „Das Dunkelfeld ist beträchtlich“, hieß es weiter. Denn vielen Anlegern sei das hohe Verlustrisiko bewusst und sie würden deshalb gar nicht erst auf einen Betrug kommen.  lby

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