Illegale Autorennen haben Konjunktur

von Redaktion

Weilbach – Drei Männer haben sich in Unterfranken laut Polizei ein illegales Autorennen geliefert. „Sie rasten rücksichtslos mit ihren hochmotorisierten Wagen durch die Gegend“, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Die drei Raser waren mit jeweils baugleichen Sportwagen unterwegs. Auf der B 469 zwischen Weilbach und Amorbach gefährdete das Trio den Angaben zufolge andere Autofahrer durch „waghalsige Überholmanöver“. Tempolimit und Sicherheitsabstände wurden völlig ignoriert. Bei Walldürn in Baden-Württemberg machte die Polizei dem illegalen Rennen mit mehreren Streifenwagen ein Ende. Die Führerscheine und Autoschlüssel mussten die Raser abgeben. Die 62, 38 und 59 Jahre alten Männer müssen nach dem Rennen am Samstagmittag mit mehreren Strafverfahren rechnen.

Eine Aufstellung des Innenministeriums auf Anfrage der SPD im Bayerischen Landtag ergab, dass die Polizei in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 485 illegale Autorennen registriert hat. Drei Menschen kamen dabei ums Leben (in Regen und Landshut), mehr als 60 wurden verletzt. Im Oktober 2017 war in Deutschland ein neues Gesetz gegen Autorennen in Kraft getreten. Wie das Ministerium berichtet, sind die Teilnehmer „fast ausschließlich männlich, in den meisten Fällen jünger als 30 Jahre und im Besitz leistungsstarker Fahrzeuge“. Laut Strafverfolgungsstatistik wurden 2018 in Bayern 40 Beteiligte verurteilt, Zahlen für 2019 gibt es noch nicht.  lby

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