München – In Bayern bleiben die Vorlieben der Eltern bei der Namenswahl für ihren Nachwuchs weitgehend unverändert: Marie und Maximilian waren auch 2019 die beliebtesten Babynamen im Freistaat. Das hat eine am Montag veröffentlichte Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden ergeben. Auf den Plätzen zwei und drei folgen bei den Mädchen Maria und Sophie sowie bei den Buben Alexander und Elias. Dabei werden alle möglichen Schreibweisen zusammengezählt. Damit hat sich auf den Spitzenplätzen im Vergleich zum Vorjahr kaum etwas getan. Nur Lucas muss den dritten Platz für Elias räumen.
In der bundesweiten Auswertung der beliebtesten Babynamen 2019 liegen Hanna und Noah bei den Erstnamen vorne. Vor allem bei den Mädchen seien die weichen Namen immer noch dominant, erläuterte die Sprachwissenschaftlerin und GfdS-Vorstandsmitglied Damaris Nübling. So finden sich unter den Bundes-Top-Ten unter anderem noch Emilia (4), Lina (6) oder Mila (9). „Die Jungennamen sind in gewisser Hinsicht bunter“, sagte Nübling. Ihr Spektrum an Vokalen und Konsonanten sei deutlich reichhaltiger. Auf die Liste der beliebtesten Erstnamen schafften es etwa Luis (5), Felix (7) oder Finn (10). Die GfdS hat in diesem Jahr erstmals zwischen Erst- und Folgenamen unterschieden.
Eltern in Bayern hinken den Vornamen-Trends traditionell etwas hinterher. Nach Angaben der Gesellschaft für deutsche Sprache verbreiten sich die Namen vor allem von Norden nach Süden und von Osten nach Westen. Betrachtet man nur die Erstnamen, liegen in Bayern Sophia, Hanna und Emma bei den Mädchen vorne und Maximilian, Lucas und Felix bei den Jungen. Bei den Zweitnamen waren 2019 Maria, Marie und Sophie am beliebtesten sowie Maximilian, Alexander und Joseph.
Seit 1977 veröffentlicht die GfdS die Liste der beliebtesten Vornamen, die sich auf die Daten der deutschen Standesämter stützt. Dieses Mal nahmen mehr als 700 Standesämter bundesweit teil. Sie übermittelten insgesamt knapp eine Million Einzelnamen. dpa/lby