Sein Übergewicht hat Rufus berühmt gemacht: Als dickster Luchs Deutschlands berichteten Medien weltweit über ihn. Jetzt ist das betagte Tier im Wildpark Schweinfurt gestorben. „Heute wäre er 15 Jahre alt geworden“, sagte Leiter Thomas Leier gestern. Rufus hatte schon seit Monaten Probleme mit der Gesundheit – wegen des Alters und des Übergewichts litt er an Herzschwäche und Kurzatmigkeit. Sein Zustand verschlechterte sich so sehr, dass er eingeschläfert werden musste. Rufus war im April 2006 aus einem schwedischen Zoo nach Schweinfurt gekommen und sorgte dort für jede Menge Nachwuchs. Nach einer Kastration und einem Bruch des Mittelfußes legte er kräftig zu. Zeitweise hatte die Raubkatze mehr als 43 Kilogramm gewogen. Für einen Luchs seien 16 bis 30 Kilo normal.
Der Wildpark verordnete Rufus zwischenzeitlich ein Abspeckprogramm mit fettarmen Fleisch und mehr Bewegung, wodurch die Kilos purzelten. Übergewichtig blieb er aber bis zum Schluss. DPA