Christi Himmelfahrt – und Vatertag

von Redaktion

40 Tage nach Ostern wird Christi Himmelfahrt gefeiert. In der Bibel heißt es, Jesus wurde, nachdem er mit seinen Jüngern gesprochen hatte, „vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken“. Die Himmelfahrt, erläutert der Weltkatechismus, meint den „endgültigen Eintritt der menschlichen Natur Jesu in die göttliche Herrlichkeit“. Dies wird im biblischen Sprachgebrauch durch die Rede von der Wolke und vom Himmel ausgedrückt. In Deutschland ist Christi Himmelfahrt gesetzlicher Feiertag. Im Umfeld des Himmelfahrtstages finden normalerweise an vielen Orten Prozessionen durch Felder oder Weinberge statt, in denen die Gläubigen um ein gutes Erntejahr beten. Wegen Corona fallen sie in diesem Jahr aus.

Seit dem 17. Jahrhundert gibt es Berichte, wonach diese Umzüge ihren religiösen Sinn verloren und in Trinkgelagen endeten. Daraus entwickelten sich seit dem 19. Jahrhundert in manchen Großstädten „Schinkentouren“: Fuhrunternehmer organisierten Ausflugsfahrten aufs Land. Frauen waren dabei nicht zugelassen. In den 1930er Jahren propagierten holländische Zigarrenfabrikanten und Metzger am Himmelfahrtstag den „Vatertag“ als Gegenstück zum etablierten Muttertag.   kna

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