Von Felsen eingeklemmt

von Redaktion

30-Jähriger verletzt sich beim Bouldern im Allgäu schwer

Bad Hindelang – Ein 30-Jähriger aus Ravensburg ist bei einem Kletterausflug im Allgäu von einem zwei Tonnen schweren Felsen eingeklemmt worden. Der junge Mann war mit einem Freund ins Bergsturzgebiet bei Hinterstein nahe Bad Hindelang gefahren, um dort zu bouldern. Dort kann an dem niedrigen Felsen freihändig geklettert werden. Die haushohen Felsbrocken bei Hinterstein stammen von einem Felssturz aus dem Jahr 1964, seitdem rutschen die Felsen nach und nach ab.

Als der 30-Jährige sich beim Klettern an dem riesigen Felsen festhielt, brach plötzlich ein zwei Tonnen schweres Stück vom Hauptfelsen ab und klemmte ihn das Bein ein. „Der Fels muss sich durch Frost gelöst haben“, sagt ein Sprecher der Feuerwehr Sonthofen. Der Fels klemmte dem 30-Jährigen das Fußgelenk ein, er konnte sich allein nicht befreien. „Die Schmerzen müssen unglaublich gewesen sein“, sagt der Feuerwehrler.

Der Begleiter des Kletterers holte Hilfe. Insgesamt waren 70 Rettungs- und Polizeikräfte im Einsatz. Die Unglücksstelle ist wegen des Bergsturzes schwer zu Fuß zu erreichen. Die Feuerwehr Hinterstein brachte einen 40 Kilo schweren Greifzug mit – eine Art Seilzug, mit der man 1,5 Tonnen heben kann. Die Retter mussten trotzdem mit Muskelkraft noch etwas nachhelfen, damit sie den Mann befreien konnte. Er wurde mit einem komplizierten Bruch in ein Krankenhaus geflogen. JOHANNES WELTE

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