Kontrollierter Start in die Badesaison

von Redaktion

Strand- und Freibäder bereiten sich auf die Öffnung Anfang Juni vor

VON KATRIN HILDEBRAND

München – Eine Zeit lang schienen die Seen tabu. Im Landkreis Starnberg etwa waren während des Lockdowns die Stege versperrt. Manche Gemeinden haben sogar Parkplätze verbarrikadiert, um die Heerscharen an Ausflüglern zu stoppen. Oft mit wenig Erfolg. Nun sieht die Lage anders aus. Die Stege im Fünf-Seen-Land sind wieder offen. Und an den oberbayerischen Gewässern stehen viele Naherholungsflächen bereit. „Wir brauchen euch, wir wollen euch und wir freuen uns auf euch“, heißt es etwa von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg.

Und auch die Tegernseer Tal Tourismus GmbH bereitet sich mit allen Beteiligten auf Besucher vor: „Für die öffentlichen Badebereiche wird derzeit in den einzelnen Gemeinden an einem Hygienekonzept gearbeitet und nach den offiziellen Vorgaben des Freistaats umgesetzt.“ Grundsätzlich dürfen Sonnenhungrige und Schwimmer alle frei zugänglichen Bade- und Naherholungswiesen an den Gewässern betreten und benutzen. Schwimmen ist erlaubt. Eine offizielle Obergrenze für Besucher gibt es dort nicht. Das wäre nur in abgegrenzten, einlasskontrollierten Strandbädern realisierbar.

Dennoch müssen sich Einheimische wie Besucher an die Regeln halten, die in ganz Bayern gelten: Den Mindestabstand von eineinhalb bis zwei Metern einhalten, sowohl auf den Liegewiesen als auch im Wasser und beim Anstehen am Kiosk. Auf andere Rücksicht nehmen und selbstverständlich sämtliche bekannten Hygienevorschriften inklusive Husten- und Niesetikette befolgen. Gäste sollten zudem stets Mund- und Nasenschutz bei sich tragen. „Bestimmte Bereiche wie die WCs dürfen nur mit Maske betreten werden“, heißt es etwa beim Südbad Tutzing am Starnberger See.

Freibäder und Strandbäder mit Freibad-Charakter dürfen laut Staatsregierung erst am 8. Juni wieder ihren Betrieb aufnehmen. Am Tegernsee freut man sich darauf, denn auch dort gibt es Einrichtungen, die unter diese Kategorie fallen. „Voraussetzung ist, dass das entsprechende Hygienekonzept der Landesregierung bis dahin vorliegt und von den Badebetrieben im Einzelnen auch umgesetzt werden kann. Vorbereitungen zur Umsetzung von Hygienemaßnahmen laufen überall bereits.“ Wie genau und wann die Betriebe in Kreuth, Tegernsee und Rottach-Egern wieder aufmachen, ist aber laut Tegernseer Tal Tourismus noch nicht fix.

Was Badefreunde ebenfalls beachten sollten: Grillen und Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist nach wie vor untersagt. Aus diesem Grund haben viele Gemeinden, Landkreise und andere Eigentümer bzw. Pächter von Seeflächen die Grillanlagen gesperrt. Beach-Volleyballplätze aber dürfen wohl am 8. Juni unter Berücksichtigung von Hygienemaßnahmen wieder aufmachen. Wichtig ist vielen Seegemeinden auch, dass Ausflügler bereits überfüllte Plätze meiden – aus virusschutztechnischen Gründen, aber auch um einen Verkehrskollaps zu verhindern.

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