Feierliche Gottesdienste anstelle von Prozessionen

von Redaktion

Oberbayerns Gläubige und Gemeinden erweisen sich zu Fronleichnam als erfindungsreich

München – Die traditionellen und farbenprächtigen Fronleichnamsprozessionen fielen heuer in Bayern der Corona-Pandemie zum Opfer. Stattdessen feierten die Katholiken im Freistaat mit Sicherheitsabstand auf Plätzen und in Kirchen. Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München und Freising, sagte in seiner Predigt, dass die Einschränkungen infolge der Pandemie auch dabei helfen könnten, den Blick für den Wert von Religion und öffentlichen Glaubensbezeugungen zu schärfen.

Die Gläubigen in der Region behalfen sich in der ungewohnten Situation mit Ideenreichtum. In der Mühlfeldkirche in Bad Tölz wurden die Fronleichnamsfiguren, die sonst bei der Prozession getragen werden, auf den Bänken der Kirche aufgebaut. Anstelle der berühmten Seeprozession am Staffelsee feierten die Menschen in Seehausen (Kreis Garmisch-Partenkirchen) eine Messe unter freiem Himmel, ebenso wie in Reichersbeuern (Bad Tölz-Wolfratshausen), wo an drei verschiedenen Stellen Freiluftandachten abgehalten wurden. Und in Germering im Kreis Fürstenfeldbruck zog Pfarrer Andreas Christian Jaster in einer Dreierprozession mit Mesner Joseph Schneider und Kirchenmusikerin Sul Bi Yi zum Segen durch die Stadt. mm/lby

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