Um Johannes den Täufer, im Volksmund „Sommerhansl“ (24. Juni) genannt, ranken sich viele Bräuche. Auf Anhöhen und Bergen wird bei Einbruch der Dunkelheit das Johannisfeuer entzündet, das im Dritten Reich zum „Sonnwendfeuer“ mutierte. Die Nazis wollten mit der Umbenennung des christlichen Johannisfeuers einen Bezug zu germanischen Bräuchen herstellen. 1938 wurde im Berliner Olympiastadion ein riesiges „Sonnwendfeuer“ entzündet. Dem Johannisfeuer wurden früher besondere Segenskräfte zuerkannt. Man glaubte, dass es Mensch und Tier schützt und Lebenskraft spendet. Die Asche verstreuten die Bauern über die Felder, um die Fruchtbarkeit anzuregen.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Vor Johanni bitt um Regen, nachher kommt er ungelegen. Von St. Johann läuft die Sonne winteran.