IN KÜRZE

von Redaktion

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz will US-Präsident Donald Trump die Polizeibehörden stärken. Bei einem Besuch in Dallas (Texas) machte Trump deutlich, dass die Finanzmittel für die Polizei unter seiner Regierung nicht zusammengestrichen würden. „Wir müssen die Straßen dominieren“, sagte er. Trump fügte hinzu, dass dies mit „Mitgefühl“ geschehen müsse. Mit Blick auf anhaltende Proteste in der Großstadt Seattle sprach er sich für eine harte Linie aus. Damit stieß er jedoch prompt auf Gegenwehr.

Kremlchef Wladimir Putin hat sich am 30. Jahrestag der russischen Unabhängigkeit überzeugt gezeigt, dass die umstrittene Verfassungsänderung bei der Volksabstimmung am 1. Juli besiegelt wird. Die Mehrheit der Russen halte die Änderungen für notwendig, sagte Putin in Moskau am „Tag Russlands“. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit Wochen trug er am Freitag – anders als in Moskau wegen der Corona-Pandemie vorgeschrieben – keine Maske. Viele Gäste hatten bei der Zeremonie mit einem feierlichen Hissen der Staatsflagge weder Handschuhe an noch einen Mund- und Nasenschutz. Niemand wahrte die soziale Distanz, wie selbst Staatsmedien hervorhoben.

Ein Gericht in Ankara hat Untersuchungshaft für eine regierungskritische Journalistin angeordnet. Müyesser Yildiz werden „politische und militärische Spionage“ vorgeworfen. Die Redakteurin der Online-Plattform Oda TV in Ankara und auch der Journalist Ismail Dükel vom Sender Tele1 seien am Montag festgenommen worden. Dükel sei auf Kaution wieder freigekommen. Hintergrund der Gerichtsentscheidung seien Berichte der Journalistin über angebliche Treffen zwischen türkischen Militärangehörigen und dem aufständischen libyschen General Chalifa Haftar gewesen.

Artikel 3 von 11