Freizeitangebote in den Ferien werden aufgestockt

von Redaktion

Kultusministerium und Bayerischer Jugendring (BJR) wollen für mehr freizeitpädagogische Angebote in den Sommerferien sorgen. Dazu stellt das Ministerium einen hohen zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung – die Rede ist von 20 bis 30 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen die etablierten Träger der Jugendarbeit – zum Beispiel Kreisjugendringe – animiert werden, über das übliche Maß hinaus Programme zu entwerfen. Die Besonderheit: Die Jugendträger sollen die Angebote wochenweise schnüren. „Die Gruppen werden von Montag bis Freitag zusammen sein“, sagte BJR-Präsident Matthias Fack. Eltern können die Programme wochenweise buchen. Grundsätzlich soll das Angebot täglich von 8 bis 16 Uhr stattfinden. Ministerium und Jugendring sind relativ spät dran. Erst ab übernächster Woche würden die Angebote auf einer Homepage (www.bjr.de/ferienportal) einsehbar und buchbar sein, sagte Fack. Das Programm startet auch erst ab der zweiten Ferienwoche (3. August).

Kultusminister Michael Piazolo stellte klar, dass das Zusatzangebot vor allem für Eltern und Alleinerziehende gedacht sei, die ihren Urlaub aufgrund der Corona-Krise und dem Homeschooling schon aufgebraucht haben. Das wird aber nicht geprüft. Außerdem können nur Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 teilnehmen. Eine Bedarfsabfrage über die Schulen läuft gerade an. Fack rechnet „mit mehreren zehntausend Kindern, die teilnehmen werden“, und „mehreren tausend Gruppen“, die so neu entstehen werden.

Versprochen werden besonders freizeitpädagogische Angebote – die Betonung liege auf Pädagogik, versicherten Piazolo und Fack. Da feste Gruppen – im Idealfall zwölf Kinder mit zwei Betreuern – gebildet werden, könne mit ihnen dann eine Woche lang gearbeitet werden. Zulässig sei, was die Corona-Auflagen erlaubten, eventuell auch Reisen und Übernachtungen. Reine Bildungsangebote oder gar staatliche Nachhilfekurse für bestimmte Fächer, wie es die Grünen forderten, sind ausdrücklich nicht geplant.  dw

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