Pastetten – Ein Ausbilder bei der Jugendfeuerwehr Pastetten (Kreis Erding) soll mindestens drei minderjährige Mädchen missbraucht haben. Gegen den Mittzwanziger wird wegen schweren sexuellen Missbrauchs ermittelt. Die Opfer sind Mitglieder bei der Jugendfeuerwehr. Der Tatverdächtige wurde aus der Feuerwehr ausgeschlossen.
Der Vater eines der Mädchen war auf die Spur der Taten gekommen, als er auf dem Handy seiner Tochter einen sexistischen Chatverlauf entdeckt hatte. Der junge Mann hatte nicht nur Texte und Fotos verschickt, sondern sich auch Nacktbilder schicken lassen. Vor allem aber soll es zu sexuellen Handlungen mit zwei der drei Mädchen gekommen sein. Laut Thomas Steinkraus-Koch von der Staatsanwaltschaft Landshut geschahen die Taten in privaten Räumen. „Schwerer sexueller Missbrauch ist ein Verbrechenstatbestand, der mit einer Freiheitsstrafe zwischen einem und 15 Jahren geahndet wird“, sagte er. Die Kripo habe in der Wohnung des Verdächtigen Beweismaterial sichergestellt. Feuerwehrkommandant Peter Lex zeigte sich entsetzt. Bei einem Infoabend sollen alle Eltern informiert werden. Die Fahnder befürchten, dass es weitere Opfer geben könnte. ham