Nach 48 Stunden vom Watzmann gerettet

von Redaktion

Berchtesgaden/Oberammergau – Nach zwei Nächten in der Watzmann-Ostwand wurden zwei Bergsteiger aus Baden-Württemberg am Dienstag gerettet (wir berichteten). Bei gutem Wetter dauert so eine Rettungsaktion eine Stunde. Doch der Nebel hatte es den Einsatzkräften am Dienstag schwer gemacht, berichtet Markus Leitner, Sprecher des BRK-Kreisverbands Berchtesgadener Land.

Die 48 und 55 Jahre alten Baden-Württemberger waren bereits seit Sonntag in der Ostwand unterwegs, am Montag verstiegen sie sich und kamen vom Weg ab. Daraufhin betätigten sie die SOS-Alpin-App. Doch der Nebel erschwerte den Einsatzkräften die Arbeit. „Die App übermittelt die Koordinaten aber es ist ein sehr steiles Gelände“, erklärt Leitner. „Der Helikopter fliegt dort auf Sicht.“ Die beiden Bergsteiger konnten schließlich nach einer weiteren Nacht gefunden und ausgeflogen werden. Verletzt waren sie nicht, aber sichtlich erschöpft, berichtet Leitner. „Zwei Tage auf dem Berg ist natürlich auch eine emotionale Belastung.“

Die Einsatzkräfte im Berchtesgadener Land mussten am Dienstag auch zum Grünstein-Klettersteig ausrücken. Dort war ein 31-jähriger Urlauber aus Franken zwei Meter tief gestürzt. Er blieb verletzt und kopfüber im Steig hängen. Weitere Kletterer fanden ihn und übernahmen die Erstversorgung. „Ohne die fremde Hilfe hätte sich der Mann sicher nicht aus seiner Lage befreien können“, sagt Leitner. Mit einem Rettungshubschrauber wurde der Verletzte in ein Krankenhaus geflogen.

Nicht gerettet werden konnte dagegen ein 81-Jähriger nahe des Kofelgipfels in Oberammergau (Kreis Garmisch-Partenkirchen). Der Senior wollte den Gipfel besteigen. Kurz vor dem Ziel stürzte er und fiel 120 Meter in die Tiefe. Zwei Bergwanderinnen entdeckten seinen leblosen Körper.  ma/lby

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