Freising testet 1000 Klinik-Mitarbeiter

von Redaktion

Freising – Nach dem Corona-Ausbruch auf der Krebsstation des Freisinger Klinikums sollen am Dienstag alle der mehr als 1000 Krankenhaus-Mitarbeiter auf das Virus getestet werden. Wie berichtet, wurden in der Freisinger Onkologie-Station fünf Personen positiv getestet – zwei Mitarbeiter und drei Patienten. Überträger war offenbar ein Pflegeschüler, wie Christian Fiedler, Pandemiebeauftragter des Krankenhauses, am Freitag erklärte. Der junge Mann hatte sich Anfang der Woche unwohl gefühlt und wurde sofort nach Hause geschickt und getestet. Obwohl er in voller Schutzkleidung gearbeitet hatte, steckte er offenbar noch vier weitere Personen an. Fiedler vermutet, dass sich das Virus über Aerosole verbreitet hat.

Während die drei Krebspatienten symptomfrei sind und sich der Pflegeschüler wieder auf dem Weg der Besserung befindet, leide eine Kollegin noch unter Fieber. Die Onkologie wurde geschlossen, sämtliche Krebspatienten werden auf anderen Stationen mitversorgt. Fiedler rechnet bei dem Massentest am Dienstag mit weiteren positiven Fällen.

Im Kreis Starnberg ist weiter unklar, wie sich das Virus beim Catering-Unternehmen „Apetito“ verbreitet hat. Wie das Landratsamt am Freitag nach einer Betriebsbesichtigung bekanntgab, schließen die Behörden die Lüftungsanlage als Verbreitungsweg weitestgehend aus. Auch habe ein Hygienekonzept vorgelegen. Ob gegen die Infektionsschutzverordnung verstoßen wurde, werde noch geprüft. Derzeit arbeite die Firmenleitung an einem neuen Hygienekonzept. Bei dem Ausbruch hatten sich 48 Mitarbeiter infiziert, 13 von ihnen lebten in Asylunterkünften.

Auch im Allgäu gibt es einen neuen Corona-Ausbruch. Wie die Stadt Memmingen dem BR bestätigte, geht der Ausbruch auf eine Feier im Vorhof einer Moschee zurück. Dort hätten sich wohl mehrere Menschen aus verschiedenen Teilen Bayerns angesteckt. Zudem wurde ein Mitarbeiter der Asylunterkunft in Waldkraiburg (Kreis Mühldorf) positiv getestet. mes/lby

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