Mit 180 km/h in die Leitplanke

von Redaktion

Reifen geplatzt: Gautinger bei Unfall nahezu unverletzt

Gauting – Mit nur einem kleinen Schnitt an der linken Hand hat ein 45-jähriger Mann aus Gauting (Kreis Starnberg) einen schweren Unfall auf der Autobahn 95 überstanden. An seinem Wagen war am Montagabend gegen 20.50 Uhr zwischen den Anschlussstellen Sindelsdorf und Penzberg bei Tempo 180 der rechte Hinterreifen geplatzt, das Fahrzeug geriet außer Kontrolle und raste schließlich unter die Mittelleitplanke. Michael Frenzel stieg aus und konnte hilfsbereiten Autofahrern sagen: „Mir fehlt nichts.“

Drei Tage später weiß er: „Es war wahnsinnig viel Glück dabei. Die meisten steigen da nicht aus und sagen: Mir fehlt nichts. Sie sagen nie wieder was.“ Frenzel, der mit seinem Skoda Octavia auf dem Heimweg vom Walchensee war, erinnert sich genau an den dramatischen Unfall. Auf trockener und fast freier Autobahn ist er unterwegs, als es plötzlich „einen Schnalzer“ tut und alles zu vibrieren beginnt. Der Gautinger vermutet sofort einen Reifenplatzer. Das Heck bricht aus, Frenzel versucht gegenzulenken und verliert die Kontrolle über den Wagen. Der Pkw prallt gegen die rechte Leitplanke, driftet nach links und rast auf die Mittelleitplanke zu. Dem Gautinger kommen Videos von Fahrtrainings in den Sinn, er streckt die Arme durch und presst sich in den Sitz. Alle sechs Airbags werden ausgelöst, der Wagen bleibt völlig demoliert unter der Mittelleitplanke hängen.

Der 45-Jährige, der noch nie seinen Führerschein abgeben musste, ist ein erfahrener Autofahrer. Kein genereller Schnellfahrer, „ich fahre dem Verkehr angepasst“. Vor allem hat er sehr viel Glück. Denn bereits 2009 kam er bei einem Unfall nahe Köln fast unverletzt davon. Da war er ebenfalls mit 180 km/h unterwegs, als ein anderes Fahrzeug an einer Auffahrt auf die linke Spur zog. Frenzel lenkte seinen Wagen gegen eine Betonwand, die Kollision ging glimpflich aus: „Autounfälle kann ich jetzt, da brauche ich keine mehr.“ gma

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