Klinikum Freising verhängt Aufnahme-Stopp

von Redaktion

Freising – Das Klinikum Freising hat einen Aufnahmestopp für alle „zeitlich disponiblen Patienten“ verhängt, erklärte Dr. Christian Fiedler, der Leiter der Notaufnahme und Pandemiebeauftragter des Krankenhauses. Der Grund: Elf Patienten sind während ihres Klinikaufenthalts positiv auf Corona getestet worden. Laut Fiedler habe dies zur Folge, dass zahlreiche Pflegekräfte in Quarantäne geschickt werden mussten.

Nach dem Corona-Ausbruch auf der Krebsstation (wir berichteten) wurde ein Massentest mittels Rachenabstrich durchgeführt. Am Freitagnachmittag lagen sämtliche Ergebnisse vor, und: „Unter den über 600 getesteten Klinikmitarbeitern fand sich lediglich eine infizierte Mitarbeiterin“, berichtet Klinikum-Sprecher Sascha Alexander. „Nur“ eine Infizierte – das sorgte bei der Klinik-Leitung für Erleichterung.

Doch bei den Patienten hatten sich elf Personen während ihres Aufenthalts im Freisinger Klinikum mit dem Corona-Virus infiziert, wie die Untersuchungen jetzt ergeben hätten. Sämtliche Pflegekräfte, die diese elf Patienten versorgt hatten, müssen nun für 14 Tage in Quarantäne, schildert Fiedler. Und das führe dazu, dass es mit einsatzfähigen Pflegekräften „wahnsinnig knapp“ werde.

Wie es zu der Ansteckung kommen konnte, kann sich Fiedler nur dadurch erklären, dass Besucher das Virus eingeschleppt hätten. Für akut behandlungsbedürftige Patienten und Notfälle gelte der Aufnahme-Stopp natürlich nicht.  zz/ws

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