München – Die Straßen werden überfüllt sein am ersten Wochenende der Sommerferien. Viele Menschen wollen nach Bayern kommen. Entsprechende Zahlen hat der ADAC Südbayern am Montag vorgestellt. Von über 85 000 Anfragen an die touristische Beratung des Automobilclubs bezogen sich 6,4 Prozent auf Ziele in Oberbayern und dem Allgäu. Im Ausland ist mit elf Prozent vor allem Istrien (Kroatien) gefragt. Ziele, die meist mit dem Auto angefahren werden.
Der ADAC-Verkehrsexperte Alexander Kreipl erwartet für das erste Ferienwochenende viele Staus und zählfließenden Verkehr. Eine Einschätzung der Verkehrslage sei heuer aufgrund der dynamischen Situation schwieriger als sonst, Kreipl ist sich aber sicher: „Der Reiseverkehr wird sich stark auf die Straße verlagern.“ Staugefahr sieht er neben den klassischen Urlauberrouten insbesondere auch auf den Zufahrtsstraßen an die Seen, in die Wandergebiete der Alpen und des Mittelgebirges. Denn viele Urlauber geben sich heuer mit Tagesausflügen und Kurzurlauben zufrieden.
Erhöhtes Staurisiko gebe es auch auf Strecken mit Baustellen, etwa auf der A 93 zwischen dem Dreieck Inntal und Kufstein oder der A 95 von München nach Garmisch-Partenkirchen. „Man sollte sich deshalb auf jeden Fall vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage am Ausflugsort informieren und nicht nur auf das Navi vertrauen“, empfiehlt der Verkehrsexperte. Zudem könne es vorteilhaft sein, in den frühen Morgenstunden oder erst am späten Vormittag aufzubrechen.
Für alle Weltenbummler, die Pandemie-bedingt zu Hause festsitzen, hat sich der ADAC etwas einfallen lassen. Bei einer „Bayerischen Weltreise“ kann man auf drei Touren 20 bayerische Pendants von weltbekannten Attraktionen bestaunen, etwa die Walhalla als Akropolis-Ersatz oder Bamberg als kleines Venedig. Weitere Infos über Urlaubsmöglichkeiten sowie die Verkehrssituation gibt es auf www.adac.de/suedbayern. MAYLS MAJURANI